Touren Osteifel

 

                             

                                 

                             Monrealer Ritterschlag                         schlafender Vulkan                       Trasshöhlen

 

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 Osteifel mit Laacher-See-Gebiet

 Die Osteifel liegt im nördlichen Rheinland-Pfalz und wird weitgehend von den Flüssen Ahr, Rhein und Mosel begrenzt. Nach Westen lässt sich keine so klare Trennlinie zu den angrenzenden Höhenzügen der Vulkan- und Hocheifel ziehen. Zentrum der Osteifel ist der Laacher See und die Stadt Mayen. 

In unmittelbarer Nähe von Mayen liegen die höchsten Berge, der Hochsimmer mit 588m und der Gänsehals 575m. Zur Osteifel gehören weiter die mit ihren Vulkankuppen hügelige Landschaft der Pellenz und das bis zur Mosel reichende Maifeld. 

 

Monrealer Ritterschlag

Monreal mit Löwenburg

In der Osteifel liegt an der Elz das zauberhafte Städtchen Monreal, das die Herzen von Fachwerkfreunden und Hobbyfotografen hören schlagen lässt und liebevoll als „Perle des Elztals“ bezeichnet wird. Überragt wird das malerische, reizvolle Ortsbild mit den wunderschönen alten Fachwerkhäusern von den Ruinen der Philipps- und Löwenburg. Allenfalls gibt es in Monschau ein entsprechendes Gegenstück. Drei steinerne Brücken führen mitten im Ort über die Elz, von denen die mittlere von der Statue des hl. Johannes von Nepomuk und einem einzigartigen Löwendenkmal geziert wird.

1229 wird erstmals die Löwenburg erwähnt. Sie dürfte am Beginn der Geschichte Monreals gestanden haben, das schon 1306 die Stadtrechte erhielt. Bis 1545 gehörte Monreal den Herrn von Virneburg, dann fiel es an Trier. Aus dem ehemaligen „Cunisberich“ (Königsberg) wurde der Mode der Zeit entsprechend der französische Name „Monroial“ und später das heutige Monreal.

Nach der Zerstörung durch schwedische (1632) und französischen (1689) Truppen kam das Städtchen durch seine Webereien im 18. Jh. zu einem gewissen Wohlstand, dem es die schönen Fachwerkhäuser verdankt. Anschließend verfiel es aber in einen Dornröschenschlaf, der auch heute noch zu verspüren ist.

 

Markierte Parkplätze gibt es zwar vereinzelt auf den Straßen zwischen der engen Bebauung, aber empfehlenswert ist der Parkplatz am Bahnhof von Monreal, wo genügend Platz vorhanden ist. Dort wollen auch wir unsere Wanderung starten.

   
       

Fachwerkidylle an der Elz

 

Johannes Brücke

 

Nepomuk-Statue

 

Hier finden wir auch das erste Traumpfad Logo, dass uns zum Wanderweg „Monrealer Ritterschlag“ führt. Auf einem schönen Pfad wandern wir zunächst entlang des Elzbaches, überqueren diesen an der nächsten Brücke, und weiter am Bach mit dem ersten herrlichen Blick auf die hoch oben gelegenen Burgen. An der Schlossbrücke erreichen wir das historische Monreal. Diese Brücke über die Elz ist Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Zwischen Kirche und Elz wandern wir mit einem herrlichen Blick auf die rechts und links des Bachs liegenden Fachwerkhäuser. Motive zum Fotografieren gibt es nun reichlich. Besonders beliebt sind Motive auf der Nepomuk-Brücke, die wir überqueren und um das Rathaus herum gehen. Hier erinnert noch heute ein „Schandbaum“ an die rauen Sitten vergangener Jahre.

Das heutige, 2004 restaurierte Rathaus zeigt ein spätmittelalterliches Viergiebelhaus aus dem Jahre 1452 und ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Ortes.  

Entlang des Markplatzes erreichen wir die untere Schlossbrücke. Hier verlassen wir nun den historischen Ort und folgen auf der anderen Seite dem Wegweiser „Monreal 13,5km“, der uns auf einem Rundweg wieder in das mittelalterliche Städtchen zurück bringen wird.

 

   

   

Viergiebelhaus u. Löwendenkmal

 

Ortsidylle

 

Hohlweg

 

 Nach 70m biegen wir rechts zur Elz ab und wandern unter der L98 anschließend zwischen Friedhof links und Fischteichen rechts bis wir an einem Spielplatz uns wieder der Elz zu wenden. Entlang des Baches geht es am Ende des Pfades durch ein ruhiges Wohngebiet (Walkmühle), wo wir am letzten Haus links einen kleinen Bach (Trillbach) überqueren (280m) und dort die Natur betreten. Durch einen steilen bewaldeten Berghang führt uns ein schmaler Pfad, der ganze Aufmerksamkeit fordert, langsam bergan. Der Wald endet an einer Ackerfläche (2,2km, 309m). die mit einem Wiesenweg gequert wird und am Ende ein Wirtschaftsweg rechts hinunter zum Schnürenhof führt. Durch die kleine Ansiedlung erreichen wir wieder die Elz (282m) und wandern mit dem Hinweis „Thürelzblick 5,3km“ 100 weiter auf dem kleinen Sträßchen und biegen dann links in einen unbefestigten Weg ein. An der nächsten Wegegabelung halten wir uns links und durchwandern jetzt einen schönen lichtdurchfluteten Wald. Nach 800m biegt der Wanderweg spitzwinklig rechts ab. Es ist ein dunkler, steiniger Hohlweg, dessen Anstieg uns jetzt ins Schwitzen bringt. Nach 700m haben wir auch diese 80 Höhenmeter geschafft und wandern rechts gemächlich weiter bis zu einem Abzweig, der mit dem nächsten Ziel „Thürelzblick 3,6km“ rechts und gleich wieder links weiter geht. Mit forschem Schritt geht es nun wieder abwärts. An der nächsten Wegegabelung (345m) führt der Forstweg uns links bergan. Durch Wiesen und Ackerfluren bietet sich ein weiter Blick rechts über das im Elztal versteckt liegende Monreal bis zu dem am Horizont aufragenden „Hochsimmer“. Rechts im Dunst zeichnen sich die Konturen des Hunsrücks ab.

 

 

Fernblick über Elztal zum Hochsimmer

 

Am nächsten Wegweiser ändern wir unsere Wanderrichtung um fast 360°, denn dort biegen wir links ab und wandern leicht ansteigend aussichtsreich weiter. Eine erste Bank an einem alten Steinkreuz lädt jetzt einmal zu einer Rast ein, von der man die Aussicht genießen kann. Behutsam hebt sich auch der runde Turm der Löwenburg aus dem umgebenden Grün ab. Weiter verläuft der Weg auf der Höhe vorbei an einem weiteren Kreuz von 1841. An einer Eifelliege mit einem phantastischen Weitblick biegt der Weg rechts ab mit dem wir den „Juckelsberg“ hinauf steigen. Begleitet von Maisfeld, Apfel- und Pflaumenplantage erreichen wir auf der Höhe die L98 (Kaisersesch - Monreal). Auf der anderen Straßenseite kündigt der Wegweiser den Aussichtspunkt mit 0,9km an. Nach 400m durch freie Feldlage mit dem höchsten Punkt (465m) der Wanderung erreichen wir den Waldrand (449m) dem wir zunächst rechts folgen, um dann im Wald über einen Wurzelpfad bis zu einem Forstweg abzusteigen. Hier lesen wir auf dem Hinweisschild, dass es nur noch 200m bis zur Aussicht sind. In freudiger Erwartung wird der Punkt aber erfolglos gesucht. Schließlich öffnet sich erst nach 500m der Blick links über das Tal des „Thürelzbaches“ und dem „Hochbermel“. Rechts oberhalb der Böschung finden wir noch einen kleinen Rastplatz mit Bänken und Tisch, von wo man eine gemütliche Rast einlegen kann.

 

 

       

Thürelzblick

 

Kammweg

 

Elzbrücke

 
Weiter geht es auf dem Forstweg noch 150m. Dort biegen wir links ab (Monreal 5,3km, 412m) mit dem nächsten Ziel „Elzbachbrücke 2,2km“. In vielen Zickzackkurven geht es auf einem steinigen Pfad vorbei an einer Eifelliege steil und teilweise über Treppenstufen 70m hinunter. Nach dem steilen Abstieg wandern wir auf dem bequemen Talweg oberhalb der Thürelz rechts weiter, dessen Plätschern und Rauschen zu hören ist. Am Ende des Wiesenweges führt ein Pfad durch den Wald noch einmal einige Höhenmeter steil bergab. Unten wenden wir uns rechts einer dunklen Bahnunterführung zu, hinter der unser Pfad links weiter den Thürelzbach überquert. Ein asphaltierter Weg (305m) wird gequert und dort über Treppen die Böschung hinauf gestiegen. Entlang einer Wiese steigen wir auf bis zum Waldrand und erreichen nach kurzem steilem Anstieg einen Bergrücken. Über Felsen geht es auf dem Kamm bis wir kurz vor der Felsnase über der Landstraße auf dem Pfad zur Straße absteigen (305m). Auf der anderen Straßenseite wandern wir zunächst an einer Wiese entlang bevor der Pfad die Straße tangiert und jetzt wieder steil und teilweise über Treppenstufen ansteigt. Nach dem kurzen Anstieg geht es auf dem Bergkamm zwischen den Tälern von Elz und Thürelz am Ende wieder hinunter, vorbei an einem Kapellchen zur unteren „Augstmühle“. Vor dem alten Gemäuer führt der Pfad links zur Elzbachbrücke, einer elegant im Bogen angelegten Holzbrücke. Am Waldrand wenden wir uns nach links.
 

 

Wer die Wanderung abkürzen und sich den bevorstehenden steilen Anstieg zur Löwenburg ersparen möchte kann rechts zum Parkplatz (0,6km) bzw. nach Monreal zurückgehen. Wir wählen den Weg links nach Monreal (2,2km) über die Löwenburg (1,9km) und möchten damit wenigstens einen spektakulären Höhepunkt der Wanderung erleben. Nach 200m verlassen wir den Wirtschaftsweg (300m) und steigen auf einem alpinen Pfad den steilen Berghang teils über Treppenstufen bergan.

 

       

Alpinpfad

 

Löwenburg auf Augenhöhe

 

erster Blick auf Monreal

 

 Die letzten Kraftreserven müssen noch einmal mobilisiert werden. Auf halben Weg kann auf einer Bank verschnauft werden, bevor nach den letzten Höhenmetern sich der Wald öffnet und den Blick auf die erste Burg freigibt (389m). Rechts führt der Weg uns nun um den vor uns liegenden Acker herum. Leicht ansteigend mit Blick zu den Burgen erreichen wir auf der Höhe den Pfad, der rechts zur Löwenburg abbiegt (Löwenburg 0,8km). Kräftesparend geht es leicht bergab bis zu einer Felsnase, wo uns ein erster phantastischer Blick auf das unten im Tal liegende Monreal geboten wird. Von einer Sonnenbank kann man dieses wunderschöne Panorama genießen. Der Pfad stößt auf die Zufahrt zur Philippsburg (353m), die rechts liegt. Zur Löwenburg müssen wir noch einmal ein kurzes Stück bergan, um dann rechts zu ihr abzubiegen.

 

Wendeltreppe

Dann liegt sie in voller Mächtigkeit und Stärke vor uns. Wir haben unser Ziel, das eigentliche Hightlight der Wanderung erreicht (334m).

 

   

mächtige Löwenburg

 

Blick vom Bergfried

 

  

 Die Grafen von Virneburg waren ein Adelsgeschlecht, das im Mittelalter zu den einflussreichsten Adelsfamilien im Rheinland gehörte. Nachdem Hermann III. von Virneburg seit 1220 hier im Elztal eine zweite Burg, obwohl seine Rechte dort strittig waren, bauen ließ und den Ort mit dicken Mauern wehrhaft machte, wurde Monreal zu einem zweiten Sitz der Grafenfamilie. 

Vor dem Burggelände führt ein schmaler und steiler Treppenpfad 0,4km hinunter in den Ort. Aber zunächst betreten wir das Burggelände und steigen auch die 57 Stufen zur obersten Aussicht des 25m hohen Bergfrieds hinauf, um das einmalige Panorama zu genießen. Wie die Landschaft einer Modelleisenbahn liegt der Ort quasi unter unteren Füßen, wobei der Zug sich durch den Burgberg seine Spur bahnt.

 

 

Monreal von Löwenburg

 

Es fällt schon schwer sich von diesem herrlichen Blick loszureißen, aber letztendlich lockt noch eine genüssliche Einkehr. So steigen wir über die enge von oben nach unten links drehende Wendeltreppe hinunter. Hierbei wird klar, dass der von unten kommende Angreifer mit dem rechten Arm beim Schlagen mit dem Schwert durch den Mittelpfosten der Treppe behindert war, während der von oben kommende Verteidiger als Rechtshänder über die Stufen hinweg gut ausholen konnte.

 

Der schmale Treppenweg hinunter in den Ort erfordert noch einmal die ganze Aufmerksamkeit und so erreichen wir an der Kirche wieder den historischen Ort.

 

           

mittelalterliches Monreal

 

hoch oben die Löwenburg

 

Löwendenkmal

 

Schandpfahl am Rathaus

 

 Das malerische Ortsbild und die verwinkelten Gassen laden erneut zu einem Bummel und der Suche nach passenden Fotomotiven ein, bevor wir die Wanderung in einem Cafe genießerisch ausklingen lassen.Der Rückweg zum Parkplatz entlang der Elz ist dann nur noch ein entspanntes Auslaufen der Wanderung.

 

Diese Wandertour wurde 2011 zu Deutschlands schönstem Wanderweg auserkoren, was die Wegecharakteristik angeht auch voll meine Zustimmung findet. Die verschiedensten Wegetypen, ob Feld-, Waldwege und -pfade oder Hohlwege, sind alle anzutreffen. Was ich aber vermisse, sind einige Highlights. Da braucht man z.B. über 5 Kilometer zum angekündigten „Thürelzblick“ zu gelangen, der dann dem Wanderer nur ein bewaldetes Tal zeigt. Dabei ist unterwegs der Fernblick zum „Hochsimmer“ schon beeindruckender. Natürlich haben wir mit der Löwenburg einen besonderen spektakulären Höhepunkt, der leider erst am Ende der Wanderung erreicht wird und mit dem steilen Anstieg eine letzte Anstrengung erfordert, die oft nicht mehr gewollt ist. Das Örtchen selber ist eine Attraktion und ein Ortsrundgang hat einiges zu bieten, wobei auch eine Burgbesteigung möglich ist

 

Information: Wanderkarte Nr 32Osteifel mit Laacher-See-Gebietdes Eifelvereins.

 

Streckenlänge: ca. 14,7 km, bei Startpunkt vom Parkplatz Bahnhof zusätzlich 1,4km für Hin- und Rückweg, fast nur naturbelassene Wege und Pfade, Markierung Traumpfad Logo „Monrealer Ritterschlag“

 

Schwierigkeit: anspruchsvolle Wanderung. Auf- und Abstiege 460m

 

Einkehrmöglichkeit: in Monreal

 

GPX-Track: Monrealer Ritterschlag.gpx (speichern unter)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein schlafender Vulkan 

eine Tour in die erdgeschichtliche Vergangenheit

 

 

Die Eifel hat eine lange erdgeschichtliche Entwicklung, die vor 350 Mio. Jahren mit Ablagerungen in einem flachen Meer begann und bis in die Neuzeit hineinreicht. Denn in der Entwicklung der Erde ist gerade ein Wimpernschlag vergangen, dass sich in der West- und Osteifel durch vulkanische Ereignisse die jüngste Landschaft Mitteleuropas entstand. Die vulkanischen Kräfte sind auch heute noch immer aktiv. Ein Kennzeichen dieser vulkanischen Aktivitäten sind die Kaltwasser-Geysire in Wallenborn und Anderach sowie austretende vulkanische Gase im Laacher See. Mittels seismographischer Messungen konnte nachgewiesen werden, dass unter der Eifel eine 1000° bis 1400° heiße Zone (Plume) liegt, die 200  heißer ist als ihre unmittelbare Umgebung. Das bedeutet, dass wir auch in Zukunft mit vulkanischen Aktivitäten rechnen müssen.

 

An dem Großparkplatz (290m) in Maria Laach (gebührenpflichtig 1,50€ ohne Zeitlimit) starten wir unsere Vulkanexpedition. Beginnen wollen wir, weil sie ohnehin auf unserem Weg liegt, zunächst mit einer Besichtigung der Abteikirche.

 

Die mächtige Basilika wurde 1156 gebaut und gehört zu einem Benediktiner Kloster, das 1093 vom Pfalzgrafen Heinrich II. aus dem Hause Luxemburg-Salm gegründet wurde. Die Abtei bestand bis 1802, danach wurde sie im Zuge der Französischen Revolution säkularisiert. In der Folgezeit wechselte sie mehrfach den Besitzer, bis 1892 Benediktiner das Kloster neu besiedelten. Die beiden Weltkriege überstand das Kloster ohne größere Schäden. Die zur Abtei gehörenden Ländereien und der See werden heute noch von den rund 60 Mönchen bewirtschaftet, getreu dem Grundsatz ihres Ordens:  "Ora et labora", „Bete und arbeite!“

 

 

  

 

  

 

Abtei Maria Laach

 

Löwenbrunnen im Paradies

 

Abtei innen

 

Dann stehen wir vor einer der schönsten romanischen Kirchen Deutschlands. Wenn man den äußerlichen Bau betrachtet, dürfte es dem Betrachter bewusst werden, dass die einmalige Schönheit dieses romanischen Bauwerks wohl in seiner Schlichtheit und im Zauber seiner Baumaterialien liegt. Die verbauten Steine sind überwiegend vulkanischer Herkunft, die aus verschiedenen Regionen der Umgebung stammen. Darin erkennt man die Vielfalt der Eifelgesteine.

Durch das Bogenportal betreten wir die kreuzgangartige Vorhalle und stehen dem berühmten Laacher Paradies, ein wahrhaft andalusisch wirkender Ort, gegenüber. Es ist ein kleiner, lichtdurchfluteter, nach oben offener Garten, in dem die vier aus Löwenmäulern kommenden Wasserstrahlen an die Wässer des Paradieses erinnern sollen, die in vier Himmelsrichtungen fließen. Was einst das Innere der Abteikirche schmückte, ist verschwunden. Das Hochgrab des Stifters mit einem Modell der Kirche, gleich neben dem Eingang, blieb als einziges erhalten; ebenso der in einer Kirche fast einzigartige, steinerne Hochbaldachin, der seit dem Ende des 13. Jh’s den Altar überwölbt.

 

Nach dem Besuch setzen wir unsere Wanderung an der Buchhandlung fort, wo ein Weg Richtung Waldpavillon abzweigt. Es ist hier der „Jakobsweg 1“ des Eifelvereins und ein mit „N“ bezeichneter Wanderweg zum Naturfreundehaus. Gleichzeitig verläuft entlang der Klostermauer ein Steinlehrpfad, der über 26 Exponate aus der Laacher Region mit Informationstafeln die Fülle der Gesteinsarten zeigt. Am Ende des Lehrpfades überqueren wir die K56 (1,1km, 310m) und steigen hinter dem Wohnhaus den Waldweg ein kurzes Stück bergan. Vorbei an einer Freifläche durchqueren wir ein kurzes Waldstück und wandern dann wieder rechts von Acker begleitet den "Thelenberg" hinauf bis zu einem Wegekreuz, wo der Blick auf den Ort Bell und dem dahinter aufragenden Vulkankegel des Sulzbuschs fällt. 

 

 

  

 

  

 

Blick auf Bell u. Sulzbusch

 

Lavagrube

 

Wingertsbergwand

 

Es geht durch einen schönen Buchen- und Eichenwald ein kurzes Stück steil bergan bis oben der Pfad nach links weiterführt (2,2km, 360m). Bergab geht es nun bis zu einem breiteren Waldweg, wo rechts nach 50m eine Bank und ein Bildstock stehen. Hier folgen wir geradeaus dem „N“ und gelangen bald zum Laacherseehaus (3.0km, 300m). Vorbei an dem Naturfreundehaus wandern wir auf einem Wiesenweg mit Blick in das Hügelland der Pellenz zur L113. Hier an der alten Laacher Mühle gehen wir am Gasthof, der nur noch ein leer stehendes, verwahrlostes Gebäude ist, zum Laacher Graben und folgen dem dort entlang führenden Fußweg bis zu einer Campingplatz-Zufahrt, auf der wir 400m an der A61 entlang weitergehen. Links erkennen wir in einiger Entfernung einen Steinbruch. Am Rande der Abbaugrube (4,3km, 260m) finden wir den Hinweis „Wingertsbergwand“ und folgen ihm und den weiteren Wegweisern auf einem Schotterweg. So gelangen wir schließlich zu dem weltbekannten vulkanologischen

Aufschluss des Lacher-See-Vulkans. Die vor 13000 Jahren gewaltigste Eruption der gesamten jüngeren Erdgeschichte in Mitteleuropa hat sich nirgendwo eindrucksvoller verewigt als hier. 60m türmen sich die vulkanischen Ablagerungen auf. An der 40m hohen, frei gelegten Abbauwand lassen Schicht für Schicht jede Phase des Ausbruchs erkennen und sind Zeugen der ungeheuren Kräfte, die dabei freigesetzt wurden.

 

Unter dem Laacher See-Becken hatte sich eine etwa 1000° heiße Gesteinsschmelze in einer riesigen Magmakammer angesammelt. Das leichtere, an Gasen angereicherte Magma, stieg in Rissen und durch Spalten zur Oberfläche auf und traf in ca. 1km Tiefe auf Grundwasser. Der Kontakt Magma/Wasser löste dann eine gewaltige Eruption aus. Die Ablagerungen jeder Einzellage erzählen die wechselhafte Geschichte der verschiedenen Transportprozesse des vulkanischen Materials, das die bestehende Landschaft unter sich begrub.

 

Die Wand zeigt die Frontalansicht eines Aschestroms, der am Rande eines Urtales zwischen 2 älteren Schlackenkegel-Vulkanen verlief und sich dort ablagerte. Entlang eines Lehrpfades erläutern Informationstafeln die verschiedenen Vorgänge.

 

 

Wingertsbergwand

 

 

Der Pfad endet an einem Zaun (5,3km, 280m). Hinter dem Zugangsgatter wandern wir in der anschließenden Wiese (Verbotsschilder sind keine zu sehen) auf einer kaum erkennbaren nach rechts führenden Traktorspur mit einem weiten Blick in die Pellenz weiter. Wir stoßen auf einen Wirtschaftsweg und einer kleinen Baumgruppe mit einem massiven Lavastein. Eine Steinbank lädt zu einer kleinen Rast ein. Hier können wir mit Blick auf die mächtige Wingertsbergwand den todbringenden Ausbruch und seine Folgen gedanklich noch einmal nachvollziehen.

Der weitere Weg überwindet mit einer Rampe die ehemalige Abbaukante und führt dann entlang einer Bimsgrube bis zu deren Zufahrt. Auffällig farbenprächtige Falter kreuzen immer wieder unseren Weg. Angezogen von dem hier blühenden Wasserdost lassen sie sich auch dankbar beobachten. Wenn der Russische Bär, so heißt dieser Schmetterling, ruhig sitzt, zeigt er nur die schwarzen mit weißen bis gelblichen Streifen durchzogenen Vorderflügel. Die leuchtend orangen Unterflügel sind leider nur ganz selten zu sehen. 

 

 

  

 

  

 

Rastplatz

 

Russischer Bär

 

Waldsee

 

Weiter führt unsere Tour am Waldrand entlang. Es ist eine grandiose Aussicht, die weit  rechts hinüber in die Eifel geht, vor uns die Weite der Pellenz, wo ein Vulkankegel besonders aus dem Hügelland herausragt, es ist der 295m hohe Korretsberg bei Kruft. Wir kommen an ein Kreuz mit einer Bank und einem kleinen Parkplatz (7,4km, 255m). Vom diesem gehen wir nun in einen wunderschönen Mischwald bis zu einem Forstweg, biegen dort links ab und wandern nach 50m vor einer Bank rechts weiter. Die Wege sind alle ohne Markierung. Erst bei einem links abzweigenden Weg finden wir einen Hinweis zu einem „Traumpfad“, stilisierter Fluss auf orangem Hintergrund (8,2km, 265m).

 

Hier werden wir unsere Wanderung später fortsetzen. Zunächst machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem idyllisch mitten im Wald gelegenen See. Der versteckt sich hinter Bäumen direkt vor uns in einer ehemaligen Bimsgrube. Wir wandern rechts am Böschungsrand leider ohne freie Sicht zum Wasser bis zum Eingang. Wer möchte kann hier ein kühles Bad nehmen. Das Naturbad ist außer sonntags frei zugänglich (8,8km, 250m). Nach einer kleinen Rast gehen wir wieder dahin zurück, wo wir das erste Mal das Logo Traumpfad entdeckten. Man kann den See zwar oberhalb auf einem Weg umrunden, aber eine freie Sicht zum See ist nirgends vorhanden. 

 

 

  

 

  

 

Krufter Waldsee

 

Traumpfad zur Teufelskanzel

 

Teufelskanzel

 

 Wir folgen nun der Markierung des Traumpfades. Er führt zunächst leicht bergan vorbei an einer Wiese mit mehreren Apfelbäumen. Zur Reifezeit sind die Früchte eine schmackhafte Wegzehrung. An einem Querweg informiert ein Schilderpfahl  (9,7km, 285m), dass wir uns auf dem „Pellenzer Seepfad“ befinden und es links 1km zur „Teufelskanzel“ geht. Rechts ist die mächtige Abbauwand einer ehemaligen Bimsgrube zu sehen. Die Natur hat sich das Gelände inzwischen wieder zurückgeholt und alle Werksspuren zugedeckt. 100m weiter steigt nun der Pfad steil bergan bis zu einem Forstweg, auf dem wir nach rechts etwas verschnaufen können. Aber die Atempause ist nur von kurzer Dauer, wobei wir aufgrund der auf dem wir nach rechts etwas verschnaufen können. Aber die Atempause ist nur von kurzer Dauer, wobei wir aufgrund der Hinweisschilder feststellen, dass wir auf den letzten 400m schon 60 Höhenmeter überwunden haben. Es wird jetzt sogar alpin, wie zu lesen ist. Trittsicherheit wird verlangt und bei Nässe besteht Rutschgefahr. Wer sich diese Anstrengung und Schwierigkeit ersparen möchte, kann auf einer leichteren, aber längeren Wegeführung die extreme Steigung umgehen. Der Pfad ist trocken und so wagen wir den Gipfelsturm Es geht vorbei an steil aufragenden Schlackenfelsen und einer eindrucksvollen Felsnische zum Highlight, der Teufelskanzel (10,5km, 406m). 

 

 

Blick von der Teufelsley uber den Waldsee ins Neuwieder Becken

 

 

Die Anstrengung wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wir schauen 160m hinunter auf das Grün des Waldes in dessen Mitte der Waldsee einsam und verloren wirkt. Weiter geht der Blick ins Neuwieder Becken mit der bekannten Silhouette des ehemaligen Kernkraftwerks in Mülheim-Kärlich. Sogar der Rhein hebt sich silberglänzend am Horizont ab. Wir folgen jetzt frisch erholt weiter dem „Traumpfad“ Logo auf einem bequemeren Weg um den Vulkankegel des Krufter Ofens und mit weiter sich bietenden Aussichten. An der Höhe 428m (10,8km) zweigt rechts ein Pfad zu einer Schutzhütte ab mit einem letzten Blick in die Pellenz. Ohne diesen Abstecher wandern wir geradeaus und folgen dem Wegweiser „Maria Laach“ durch einen wunderschönen Buchenwald. Der Traumpfad führt dann spitzwinklig bergab. Wir bleiben zunächst noch auf fast gleich bleibender Höhe 400m auf dem Waldweg. Erst dann nehmen wir den bergab führenden Weg. An einer Wegekreuzung zeigt uns auf einem Basaltstein der Hinweis „Alte Burg“ die weitere Richtung an. Nach 600m biegen wir 30m hinter einem Knotenpunkt links in einen etwas verwilderten Pfad ab. Er führt uns stetig bergab bis zu einem Forstweg, dem wir rechts 100m folgen und dort die links spitzwinklig bergab führende „Geo-L“ Route nehmen. Zwischen den Bäumen schimmert der Laacher See zu uns hinauf. Am Ende des Abstiegs erreichen wir den See-Uferweg und der uns schon bekannte Traumpfad. Bevor wir uns links zur Abtei Kirche bewegen, machen wir noch einen kleinen Abstecher rechts zur „Alten Burg“. Wir kommen zu einer kleinen Halbinsel, wo einst die Burg des Pfalzgrafen Heinrich II., dem Stifter des Klosters Maria Laachs, stand. Außer dem Namen „Alte Burg“ gibt es kaum wahrnehmbare Spuren des herrschaftlichen Gemäuers (13,9km, 280m). Von der Sitzgruppe klettern wir aber rechts über Wurzeln die steile Böschung zum Seeufer hinunter. Es bietet sich ein beeindruckendes Schauspiel. Unmittelbar vor unseren Füßen, scheint der See auf einmal lebendig zu werden. Blubbernd und glucksend steigen Blasen aus der Tiefe und zerplatzen an der Wasseroberfläche. Wenn ihr mit dem Cursor auf das Bild mit den Blasen geht, werdet ihr im Originalton das Blubbern hören. Ist das der Atem eines schlafenden Vulkans in der Tiefe? In gewisser Weise ja, denn unter den sanften Hügeln rund um den erloschenen Laacher-See-Vulkan befindet sich noch immer eine riesige Magmakammer. An ihren Rändern bildet sich Kohlensäure, die durch Risse und Schlote zur Erdoberfläche aufsteigt. Die zahlreichen kohlensäurehaltigen Mineralquellen (Sauerbrunnen) sowie Thermalquellen und Geysire in der Vulkaneifel sind seit langem ein sicheres Indiz dafür dass der Vulkan nur ruht und nicht erloschen ist. In den letzten Jahren verstärken sich die Kohlendioxid-Austritte und Vulkanologen schließen einen erneuten Ausbruch in den nächsten Jahrzehnten nicht völlig aus.

 

 

  

 

  

 

Laacher See

 

aufsteigende Kohlensäureblasen

 

neue Freunde?

 

Von der „Alten Burg“ wandern wir aus dem Wald rechts in die Feldflur und kommen zu einem Abflussstollen des Lacher Sees. Ursprünglich reichte der See bis nahe an die Abtei heran und um diese vor Hochwasser zu schützen und Land zu gewinnen, ließ schon der zweite Abt des Klosters, Fulbert, zwischen 1152 und 1170 einen etwa 880m langen Abzugsstollen durch die südlichen Randberge des Laacher Beckens graben. Dieser Tunnel stellt, da man noch keinen Kompass benutzte, eine bewundernswerte Ingenieurleistung des Mittelalters dar. Im Zuge der Säkularisierung wird gegen Anfang des 19. Jahrhunderts das Kloster aufgegeben. Der Stollen verfällt mangels ausreichender Wartung und bricht an einigen Stellen ein. 1844 wird daher ein neuer Stollen gebaut, welcher den Wasserspiegel des Laacher Sees noch etwas tiefer auf das heutige Niveau absenkt. Dieser Stollen ist noch immer in Betrieb. Das abfließende Wasser speist einen Teich, dessen Wasser die Laacher Mühle nutzte. 

Mit dem Hauptweg gehen wir zur L113, auf die wir bei einer alten Linde treffen. Rechts an der Straße entlang gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt.

Einblicke in vielfältige erdgeschichtliche Vorgänge haben wir heute erlebt und die zahlreichen vulkanischen Zeugnisse zeigen uns, dass der jüngste Vulkanismus dieser Region nicht erloschen ist sondern nur ruht und eine Pause einlegt. Aber wann er wieder erwacht, weiß niemand. So genießen wir noch weiter diese reizende Landschaft mit all ihren Schönheiten.  

 

Information: Wanderkarte Nr.32 „Osteifel mit Laacherseegebiet“ des Eifelvereins. Es ist eine einsame, aber doch abwechslungsreiche Wanderung, die im ersten Teil der Strecke auf Wegen ohne besondere Markierung verläuft. 

Maria Laach http://www.rhein-eifel.tv/kirchen-kloester/kloester-in-der-eifel/abtei-maria-laach.html

 

Strecke: Rundwanderung 16,5 km, fast nur unbefestigte Wege und Pfade, mit alpinem Charakter an der Teufelskanzel und wunderschönen Aussichten.

 

Schwierigkeit: Mittelschwere Tour, anstrengend ist nur der steile Aufstieg zur Teufelskanzel, der aber mit einer abgeschwächten Variante umgehen werden kann. Hier helfen zur Erleichterung Stöcke, wenn sie richtig eingesetzt werden. Auf- und Abstiege 380m,

 

Einkehrmöglichkeit: nur in Maria Laach, unterwegs keine, daher Rucksackverpflegung.

 

GPX-Track:  Wingertsberg.gpx  (Link speichern unter)
 

 

 

 


Wingertsberg-Route auf einer größeren Karte anzeigen

 

 

 

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Herrliches Brohltal

 

 

Unterwegs eröffnen sich traumhafte Aussichten mit Weitblicken bis zur hohen Eifel und Siebengebirge. Dabei werden wir von dunkel glänzenden Grauwackewänden und grotesk, graugelben Tuffsteinfelsen begleitet. Vor allem Begegnungen mit dem feurigen Teil dieser Landschaft, dem Vulkanismus, erwarten uns mit sprudelnden Mineralquellen, einer Urwaldatmosphäre mit einem einzigartigen Wasserfall und ein großes Loch in der Erde.

 

Wanderlandschaft

 

In Burgbrohl können wir an der Einmündung zur Kirchstraße vor einem Reisebüro parken und dort die Wanderung beginnen (152m). Die Kirchstraße führt uns bergan vorbei an der Kirche bis zum Ende. Dort geht es links auf der Straße „Vitumhof“ weiter. An der nächsten Gabelung halten wir uns rechts. Nach dem letzten Haus (49) endet das Asphaltsträßchen. Auf einem schattigen Weg geht es nun immer noch leicht ansteigend weiter. Dann haben wir die Höhe fast erreicht und treten aus dem Schatten auf die freie Hochfläche, wo wir dem nächsten rechts abgehenden Weg folgen (0,8km, 203m). Bequem wandern wir hinter den letzten bebauten Grundstücken auf fast gleich bleibender Höhe mit einem weiten Blick über Burgbrohl und das Brohltal hinüber zur Autobahnbrücke der A61 und dem dahinter aufragenden „Bausenberg“. Am Horizont ragt über dem Giebel eines Hauses die Burg "Olbrück" in den Himmel.

 

       

Blick übers Brohltal

 

Wanderweg

 

Mauerley

 

Der aussichtsreiche Weg endet an der Straße "Wassenacher Hohl“, die wir ca 80m links folgen, um dann rechts in einen weiteren aussichtsreichen und sonnigen Weg abzubiegen. Mittlerweile haben wir das Brohltal verlassen und wandern im  "Gleeser Tal" durch einen herrlichen Laubwald. Der Weg führt vorbei an Haus 126 leicht bergab, wir verlassen diese Zufahrt aber gleich wieder links mit der Markierung „Route U “und einem leicht ansteigenden Forstweg (2,4km,210m). Ca. einem Kilometer leitet uns die Markierung durch einen reizenden Laubwald bis es links den Hang hinauf geht und wir somit das Gleesertal verlassen. Den nächsten Waldweg folgen wir links weiter bergan. An der rechten Talkante entdecken wir freistehende Basaltsäulen, die wegen des mauerartigen Aussehens „Mauerley“ genannt werden. Es ist ein natürlich freigelegter Lavastrom, der sich einst aus dem mehr als 200.000 Jahre alten Schlackenkegel des „Veitskopfes“ ins Gleeser Tal ergoss. Als sich die Lava abkühlte entstanden Schrumpfungsrisse und Säulen. Größere abwärts gerutschte Teile des Lavastroms bilden im buchenbestandenen Talhang imposante Blockfelder.

 

       

Arbeitsspuren Keilspaltung

 

Kapelle

 

Blick zur Burg "Olbrück"

 

Bereits die Römer kannten die Besonderheiten dieser Gesteinsformationen. Arbeitsspuren sind noch zu betrachten. Ihre Steinbrucharbeiter trieben Eisenkeile entlang der Risse und Linien ins Gestein, um die teils gigantischen BasaltlavabIöcke zu spalten. Man nennt diese Technik „Keiltaschenspaltung". Die so gewonnenen handlicheren Gesteinsbrocken gestalteten sie mit teils noch heute gebräuchlichen Werkzeugen zu wohlproportionierten Werksteinen, die mit Karren hinunter durch das Brohltal zum Rhein bei Brohl gelangten, von wo sie per Schiff zu den römischen Städten am Strom und moselaufwärts transportiert wurden.

Im Mittelalter wurden durch eine Verfeinerung der römischen Technik u.a. Mühlsteine verschiedenster Größen aus der Mauerley gebrochen. Illustrierte Tafeln veranschaulichen heute die verschiedenen Techniken im Laufe der Jahrhunderte auf sehr ansprechende Weise. Die deutlichen Spuren im Stein lassen die Erläuterungen für Jung und Alt lebendig werden. Nach dieser Lektion wandern wir hinauf zum Waldrand (3,9km, 275m). Hier erhebt sich die bewaldete Kuppe des alten Vulkans aus seiner Umgebung. Links geht es weiter durch die Felder bis zur einsamen Feldkapelle. Im Schatten alter Bäume rasten wir auf der Bank neben dem „Heiligenhäuschen", einem typischen Symbol gelebter Volksfrömmigkeit (4,9km, 280m).

Markante Basaltkuppen und Schlackenkegel prägen weithin sichtbar das Landschaftsbild. Vor uns liegt links das Dörfchen Wassenach und rechts der 428m hohe „Veitskopf“, einer der letzten intakten Schlackenkegel des „Kegelspiels", wie man romantisch vor 100 Jahren die Vulkanberge im Laacher-See-Gebiet getauft hatte. Die traurigen Überreste eines anderen „Kegels", des früheren „Kunkskopfes“, sind unser nächstes Ziel. Hinter dem Kapellchen folgen wir zunächst dem breiteren Feldweg und biegen dann nach rechts auf dem „Geopfad" (U) hinüber zu der hohen Baumreihe am Rande eines riesigen Steinbruchs ab. Eine Info-Tafel informiert dort über die Geschichte (5,5km, 285m).

Ein Pfad führt rechts vorbei an der durch einen Zaun gesicherte Kante, von dem man an verschiedenen Stellen unmittelbaren Einblick in die große Abbaugrube erhält. Wo jetzt die gewaltige Grube gähnt, befand sich noch 1970 der „Kunkskopf“, ein großer, breiter basaltischer Schlackenkegel, dessen Material vor rund 200.000 Jahren aus mehreren Schloten gefördert wurde.

 

Abbaugrube "Kunkskopf"

 

Weiter über die Grube geht der Blick bis zum Siebengebirge. Die Aussicht nach Süden ist ebenfalls phantastisch. Dort schmiegt sich in eine Mulde der Ort Wassenach, rechts der „Veitskopf“ und noch weiter am Horizont die Burg Olbrück. Wir verlassen den Rand der Grube und wandern auf einem Grasweg leicht abwärts auf Wassenach zu. Auf dem nächsten Querweg gehen wir rechts wieder zurück bis zum Kapellchen und folgen dem asphaltierten Wirtschaftsweg nach Wassenach.

 

       

Wassenach

 

Tal der Mineralquellen

 

Römerquelle

 

 Wir überqueren die L113 (6,6km, 280m) und gehen mit der „Gleeser Straße“ und anschließenden „Wendelsgasse“ durch den Ort. Wir verlassen Wassenach mit dem „Brunnenweg“ (7,2km, 273m) und der Markierung  „Route U“ und wandern links hinunter in ein kleines Tal. Dort biegen wir hinter einem Gebäude des Wasserwerks links in den schattigen Waldweg ein. An dem Schilderpfahl „Mühlenweg Kell 259m“ finden wir gegenüber versteckt hinter einer Mauer eine eingefasste Mineralquelle (7,8km, 255m). Der hier sichtbare, in Stein gefasste und lebhaft perlende Brunnen ist eine natürliche, kohlensäurereiche Mineralquelle. Sie ist ein Zeichen, dass die Eifel-Vulkane schlafen, aber nicht erloschen sind. Das in einigen Kilometern Tiefe erkaltende Magma gibt im letzten Stadium seiner Erstarrung Kohlendioxid Gas ab. Das steigt an Verwerfungen und Spalten auf und gelangt nahe der Erdoberfläche ins Grundwasser. Hier wird es gelöst und so zur „Kohlensäure“. Beim Austritt der Quelle entweicht das Kohlendioxid Gas wieder, das gibt den prickelnden Geschmack des Mineralwassers. In nächster Umgebung der Quelle färbt gelöstes Eisen den Boden rostrot. Man spricht hier von einem Sauerbrunnen oder Säuerling.

Nach 500m stoßen wir auf eine weitere Mineralquelle, der Römerbrunnen, (8,3km, 243m) mit den gleichen Symptomen. Beide Mineralquellen speisen den Tönnissteiner Bach, den wir nun abwärts mit einem schattigen Weg begleiten. Unterwegs entdecken wir rechts einen ehemaligen Stollen der „Grube Barthold“. Hier wurde im 19. Jh. ein 1,5m breiter Erzgang abgebaut. Es fand sich aber nicht viel Erz, so dass das Bergwerk wenig ertragreich war. Heute haben in dem verlassenen Stollen Fledermäuse ihren Schlafplatz und Winterquartier.

 

       

Wasserfall

 

Wolfsschlucht

 

Wolfsschlucht

 

Der Weiterweg führt mit dem Pfad und „Route U“ links um ein Gebäude zur Straße (L113, 8,9km, 225m). Auf der anderen Seite geht es durch die Leitplankenöffnung hinunter in die „Wolfsschlucht“. Hier stürzt umgeben von einer Urwaldatmosphäre der Tönnissteiner Bach sechs Meter in die Tiefe. Aber wie ist diese einzigartige Schlucht entstanden? Verantwortlich war vor 12.000 Jahren der Ausbruch des Laacher See Vulkans. Ein gewaltiger 400 – 600C heißer Aschestrom raste mit hoher Geschwindigkeit durch das Tönnissteiner Tal. Der meterhohe Aschestrom prallte zunächst auf die steilen Devonschieferhänge des Brohltals und füllte es bis zu 60 Metern. Das glutheiße Asche-Dampfgemisch schwappte sogar noch einige hundert Meter talaufwärts. Der Hauptstrom raste weiter durch das Brohltal bis zum Rhein.

Der Tönnissteiner Bach begann nun sich in den Aschestrom einzugraben und ein neues Tal zu schaffen. Ebenso machte es der Brohlbach, nur mit dem Unterschied, dass er wegen seines größeren Wasserreichtum sich stärker in den Aschestrom eingraben konnte. Drei Stufen hat der Bach in seinem Lauf geschaffen, zwischen denen relativ flache Abschnitte liegen. Der Wasserfall bildet die oberste Stufe auf der auch die Straße sich befindet.

 

       

Tönnissteiner Bach

 

Urwaldidylle

 

wie lange noch?

 

Wir wandern durch das 40m tief in den Aschestrom eingeschnittene Bachtal, in dem im Laufe der Jahrtausende zu Tuffstein verfestigte hohen, senkrechten Felswände am Rand zurück geblieben sind. Sogar den darunter liegenden Devonschiefer, der vor 350 Millionen durch Ablagerungen in einem Flachmeer entstanden ist, hat der Bach teilweise freigelegt, wie man an einer Stelle sehen kann. An einigen Stellen kann man im Bach kleine Blasen von Kohlensäuregas, Mofetten genannt, beobachten, die von dem erkalteten Magmakörper aus der Tiefe abgegeben werden.

Beeindruckend durchstreifen wir die aus einer anderen Welt entstandene imposante Landschaft. Schließlich hat uns die Gegenwart wieder eingeholt und wir stoßen auf die Landstraße mit einem gegenüberliegenden Parkplatz (9,5km, 195m). Der Autofahrer, der hier auf der Straße entlangfährt merkt kaum, dass er parallel nur wenige Meter oberhalb einer eindrucksvollen Schlucht fährt.

 

       

Trasswand

 

Trassablagerung auf Schiefer

 

Bad Tönnisstein

 

Wir entfernen uns von der Straße und wandern auf dem Pfad links über die Brücke weiter. Schon bald führt ein Pfad (Rhein-Rur-Eifel-Weg) rechts hinunter in die Schlucht.

Wer möchte, kann 200m weiter gerdeaus sich noch die Reste des ehemaligen Karmeliterklosters Tönnisstein ansehen. Aber viel ist von der einstigen Anlage nicht übrig geblieben, die nach Säkularisation 1804 zur Ruine verfiel. Nach einigen Serpentinen erreichen wir dann, begleitet von steilen Felswänden zur Linken, auf bequemen und idyllischen Pfad links (Biergarten) das Tönnissteiner Seniorenheim (10,5, 145m). Hier ließen sich die Kölner Kurfürsten, in der Nähe der später Kurfürstenquelle genannten Heilquelle, ein Sommerschlößchen bauen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es einen kleinen, aber exklusiven Badebetrieb. Heute ist es in ein Seniorendomizil umgebaut.

Das untere und mittlere Brohltal und seine Seitentäler sind so reich an Kohlensäurequellen wie kaum eine andere Gegend in Mitteleuropa. Schon die Römer wussten die Heilkraft der Quellen zu schätzen, bei denen im 14. Jh. das Karmeliterkloster errichtet wurde, das Kloster Antoniusstein, im Volksmund Tönnisstein genannt.

 

 

Schöne Aussicht

 

In Bad Tönisstein sind zwei Kohlensäurequellen gefasst worden. Damit eine gleichmäßige Schüttung erfolgt werden sie aus tiefen Bohrlöchern gefördert, und zwar die "Angelika-Quelle" aus 102m Tiefe und der "Kurfürsten Brunnen" aus 80m Tiefe. Leider kann die verwahrloste Anlage mit dem Tempelchen nicht betreten werden und muss unbedingt renoviert werden, damit das alte Flair wieder hergestellt wird.

Gegenüber des Haupteingangs gehen wir die Treppenstufen hinauf zur Straße und setzen unsere Wanderung am dortigen Parkplatz fort (Route U). Es ist der „Kurfürsten Weg“, der uns jetzt mal mehr mal weniger steil bergan in den Talhang führt. Von einem nach links führenden, breiteren Weg zweigt dann rechts ein Pfad ab, mit dem Hinweis „Schöne Aussicht“, 0,3km (11,0km, 185m). Diese wollen wir uns aber nicht entgehen lassen, da sie in Schilderungen als die schönste Aussicht ins Brohltal beschrieben wird. So nehmen wir eine Serpentine nach der anderen, es sind am Ende 8 (11,3km, 225m). Bänke laden jetzt nicht nur zum Verschnaufen ein, sondern auch um das wirklich einzigartige Panorama mit Viadukt und Tunnel der Brohltalbahn zu genießen. Auch eine mitgebrachte Verpflegung kann man sich bei diesem Anblick schmecken lassen, denn das Gasthaus im Tal hat seit Anfang 2019 geschlossen. Anschließend geht es die 8 Serpentinen wieder hinab bis zum Hauptweg, den wir rechts weitergehen. An einer Bank ist eine weitere Aussicht mittlerweile aber fast  zugewachsen, so wandern wir weiter und biegen schon nach wenigen Metern links in einen steil bergab führenden Pfad ein. Über unzählige Treppenstufen erreichen wir die Straße und blicken auf das 120 Meter lange Tönnissteiner Viadukt und das anschließende Tunnelportal des 95m langen Tunnel. 1902 wurde die Brohltalbahn eröffnet und diente vor allem zur Abfuhr von Trass, Lava und Basalt-Schotter. Der Personenverkehr spielte nur eine untergeordnete Rolle. Heute fahren auf der Bahnstrecke nur noch touristische Züge (Vulkan-Express), seit 2015 wieder mit einer Dampflok.

 

       

Viadukt u. Gasthaus "Jägerheim"

 

Trasshöhle

 

Tunnel der Brohltalbahn

 

 In unmittelbarer Nähe, fast unter dem Viadukt, liegt das Gasthaus „Jägerheim“ (12,0km, 130m). Es ist auf unserer Rundwanderung die einzige Möglichkeit unterwegs einzukehren, aber leider zurzeit (seit Feb. 2019) geschlossen und so wandern wir unter dem Viadukt über die Wiese, wo nach der Wolfsschlucht ein zweites Abenteuer uns erwartet (127m). Die Markierung „Route U“ führt uns hinein in verschiedene geheimnisvolle, imposante mannshohen Höhlen. Vergleichbar mit der Entstehung der Wolfsschlucht fräste sich auch das Wasser des Brohlbaches in Jahrtausenden durch die vulkanischen Ablagerungen eine tiefe canyonartige Schlucht. Das feinkörnige Asche-Material nennt man im Rheinland „Trass“. Als im 1. Jahrhundert römische Baufachleute ins Brohltal kamen, erkannten diese schnell, dass es sich bei den seltsamen Steilwänden beiderseits des Gewässers um das ihnen aus Italien bekannte Trassgestein handelte. Sie kannten auch die wirtschaftliche Bedeutung des natürlichen Bodenschatzes und ließen ihn in großen Blöcken abbrechen. Am Rheinufer bei Brohl wurden sie auf Schiffe verladen und in das gesamte römische Imperium geliefert. Nachdem die Franken im 4. Jahrhundert die römische Vorherrschaft beendet hatten, spielten die Trassgruben im Brohltal in den darauf folgenden Jahrhunderten nur noch eine untergeordnete Rolle.  Es waren dann die Holländer, die den wertvollen Rohstoff Trass für ihre Wasserbauten entdeckt hatten, denn Trass lässt sich in Verbindung mit Kalk zur Herstellung von hydraulischem Zement verwenden, der die Fähigkeit hat, unter Wasser abzubinden und gegen den Salzgehalt des Meerwassers unempfindlich ist. Aus diesem Grund wurden im Brohltal 1682 die erste Trassmühle gebaut.  Der Trassabbau, das Mahlen des Gesteins und der Transport zum Rhein waren über lange Zeit eine der wichtigsten Wirtschaftsgrundlagen des Brohltals. Durch eine fortschreitende Erschöpfung des Rohmaterials im 20. Jh. endete die Ära eines wichtigen Wirtschaftszweiges im Brohltal. Zurück blieben die Trasshöhlen, die wir jetzt erkunden.

 

       

Aufstieg zum Teufelsberg

 

unterwegs ein Blick ins Tal

 

weiter bergan

 

Nach Begehen von verschieden Höhlen unterqueren wir noch einmal das Eisenbahnviadukt mit einem letzten Blick zu der Tunnelöffnung. Nach Durchquerung einer letzten Trasshöhle erreichen wir vor der Straße einen Schilderpfahl (12,6km, 125m), der mit dem Hinweis "Weinberghütte  0,8km" unser nächstes Ziel jetzt auf dem "Vulkan-Panorama-Weg" anzeigt.

 

Diejenigen, die den folgenden steilen Aufstieg auslassen möchten, wenden sich nach links. Die Beschreibung dieses Weges ist am Ende beschrieben.

 

Die sportlichen und konditionsstarken Wanderern  erwartet nun ein steiler anstrengender Aufstieg von 120m zum "Teufelsberg",. Treppenstufen und Drahtseile erleichtern hin und wieder an besonders steilen Stellen den Aufstieg. Nach 30 Höhenmetern zeigt ein Hinweis links zum "Teufelsknochen". Es handelt sich um einen imposanten mehrere Meter aufragenden Felsen, der 40m abseits des Pfades auf gleicher Höhe am steil abfallenden Rand des Brohltals liegt. Weiter geht es aber ohne Aussicht bergan. Erst nach weiteren 60 Höhenmetern steht rechts auf einem Felsen eine Bank, die eine willkommene Verschnaufpause und einen herrlichen Blick ins Brohltal bietet. Nach dieser lohnenden Aussicht sind auch die letzten 30 Höhenmeter bald geschafft. Erleichterung bringt dann auch der Hinweis an einem Baum „schlimmer wird’s nimmer“. An der Weinberghütte belohnt uns der tolle Panoramablick für die Strapazen (13,4km, 245m). Hier an der Weinberghütte hat man einige Rebstöcke angepflanzt. Sie erinnern noch an die Weinbautradition im Brohltal, die seit 1200 belegt ist. Wein war bis ins 19.Jh. ein alltägliches Nahrungsmittel. Die Reblaus sorgte dann zu Beginn des 20. Jh. für den Niedergang.

 

       

Weinberghütte

 

Burgbrohl, vorne Weinreben

 

Rastplatz Weinberghütte

Weiter geht es nun ohne Anstrengung bequem durch Wald mit einigen Aussichten. Am Ende dieses Pfades erreichen wir eine offene Landschaft mit Blick auf das auf der Höhe liegende Lützingen (14,0km, ). Mit dem Quellenweg wandern wir links weiter und biegen aber schon nach ca 50m hinter der Baumgruppe links ab. Ohne Markierung geht es an dieser entlang bis zum Ende des Feldes (14,2km, 235m). Hier ist geradeaus der Weiterweg in den Busch zugewachsen und nicht zu erkennen. So schlagen wir uns einige Meter durch das Gebüsch und entdecken einen schmalen Pfad auf dem wir nun durch den Wald teilweise steil bergab wandern. Der Wald gibt uns am Ende den Blick frei auf das Brohltal mit unserem Ausgangsort, den wir entlang einer Wiese an der "Wilhelm-Bell-Straße" betreten. Vorbei an der aus dem Jahre 1896 aus Trassbeton erbauten Kaiserhalle, einer einzigartigen mit Schiefer abgedeckten Kuppelhalle, erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

 

       

idyllischer Wanderpfad

  Burgbrohl   Brohltalaue

 

 

Beschreibung der Abkürzung bei Auslassen des steilen, anstrengenden Aufstiegs zur Teufelsley:

 

Vom Schilderpfahl folgt man der Markierung „Route U“ zunächst 70m links, überquert dort die Straße und folgt den Hinweisen „Lavalummerfeld 0,8km und Brohltalaue 1,6km“. Vorbei an riesigen und mächtigen Trasswänden geht es im Talhang des Brohlbaches aufwärts. Wir kommen in einen Bereich, in dem ein Lavastrom des Lummerfeld-Vulkans im Talhang angeschnitten wird. Dieser hat sich in das damalige Brohltal ergossen, das aber noch nicht so tief war wie heute. Der Pfad stößt auf einen Grundstückszaun und leitet uns rechts hinunter, wo es zwischen Zäunen mit dem rechts weit ausladenden Gelände der Rhodius Mineralquellen zu einer Hauszufahrt geht. Mit der Markierung „Route U“ (0,6km) geht es unterhalb der Apostelkirche auf dem unbefestigten Weg geradeaus Richtung „Brohltalaue“.

 

Sandköpfchen

 

Trasswand

   

Lavalummerfeld

 

Während der Ablagerung des Aschestroms des Laacher-See-Vulkans hat der Brohlbach immer wieder versucht, sich einen Weg durch die  Aschemassen zu bahnen. Während und nach der Eruption gab es gewaltige Unwetter, die durch das Zusammenstoßen der heißen Gassäule mit der Atmosphäre ausgelöst wurden. So führte der Brohlbach große Wassermassen und konnte sich durch die Aschen immer wieder hindurchfressen. Dabei führte er Schutt devonischer Gesteine und Basaltbrocken mit sich. Diese verunreinigten geröllreichen Bachablagerungen fanden beim Trassabbau keine Verwendung und man ließ sie als sog. Sandköpfe stehen. Ein solcher ragt links am Talhang in die Höhe. Auf einem idyllische Pfad erreichen wir die Parkanlage „Brohltalaue Ost „, wo uns noch ein kleiner sprudelnder Geysir erwartet, der wohl Vorbild für die Gestaltung einiger abstrakter Werke in der Parkanlage war. Über eine elegante Fußgängerbrücke erreichen wir wieder unseren Parkplatz.

 

Information: Wanderkarte Nr.10 „Brohltal“ des Eifelvereins, Markierung verschieden, tlw. „Geo Route U“, „Vulkan- und Panoramaweg“, Traumpfad und ohne Markierung

 

Strecke: 15km Rundwanderung, befestigte und unbefestigte Wege, tlw. Pfade, Abkürzung möglich (14km)

 

Schwierigkeit: schwer, zwei steile Aufstiege: „zur Schönen Aussicht“ und zur „Weinberghütte“, Auf- und Abstiege: 360m; der Aufstieg „Schöne Aussicht“ kann ausgelassen werden, wenn man von Bad Tönnisstein an der Straße ca 500m entlang zum Gasthaus Jägerheim geht. Ohne den steilen Aufstieg zur Weinberghütte folgt man an der Straße der Markierung des „Vulkan- und Panoramaweg“ und dem Hinweis "Brohltalaue" (ca 1.8km).

 

Einkehrmöglichkeit: unterwegs keine, Gasthaus Jägerheim ist zurzeit geschlossen, in Burgbrohl z.B. Cafeteria Brohltal Klinik

 

GPX-Track:  Brohltalrunde.gpx

 

 

 

 

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