Rurberger Höhenweg


Eine abwechslungsreiche Landschaft bieten Wanderungen rund um die Rurtalsperre. Dabei zeigen Aussichten auf den Rursee mit seinen fjordähnlichen Buchten besonders von der Höhe beeindruckende malerische Bilder. Eine aussichtsreiche Wanderung bietet der „Rursee-Höhen Weg“, den wir einmal erkunden wollen.
Start-Parkplatz ist zwischen Kesternich und Rurberg an der L 166 die sowjetische Kriegsgräberstätte. Ein Besuch der Anlage ist lohnenswert und aufschlussreich, wie immer man heute auch zu Russland steht.

sowjetische

Kriegsgräberstätte

1961 wurde die Ehrenstätte eingeweiht. Die meisten Toten waren bisher nicht bekannt. Die amerikanische Armee hatten die Daten der Sowjetunion übergeben. Russland gab die Namen erst 2016 frei. Zum Gedenken wurden 10 Granitstelen mit eingravierten Namen sowjetischer Kriegsopfer aufgestellt.

"44 Rursee-Höhen-Weg"

Blick über den im Tal liegenden Rursee

Vom Parkplatz führt uns nur wenige Meter gegenüber der Straße der Wanderweg „44“ zunächst auf der Höhe zwischen Wiesen und Hecken entlang. Der erste Blick ist schon herrlich und geht weit über den im Tal eingebettete Rursee zum Kermeter und der Burg Vogelsang.

Abstieg ins Rurtal

entlang Eiserbacher See zum Nationalpark Tor

Dann tauchen wir in den Wald ein und wandern dort rechts abweichend von der Markierung (kleine Abkürzung) durch einen herrlichen Wald talwärts. Unten erreichen wir die L128 und gehen links über eine Straßenkreuzung Richtung Rurberg. Am „Antoniushof“ kann man rechts durch die weitläufige Grünanlage des Rurseezentrums mit schönem Blick zum Naturfreibad „Eiserbacher See“ zum „Nationalpark-Tor“ wandern.
Dort kann man sich über den Nationalpark informieren. Es besteht die Möglichkeit, sich mit ausreichendem Karten- und Informationsmaterial auszustatten, außerdem findet man hier eine Ausstellung mit dem Thema „Lebensadern der Natur“, die man kostenfrei besuchen und Spannendes zum Thema „Wasser“ erfahren kann.

Rurseezentrum

Rurberg mit Seepromenade

Weiter führt uns die Wanderung am Seeufer entlang mit seiner neu gestalteten Seepromenade. Da nur noch Anliegerverkehr zulässig ist, bietet sich mit seinen zahlreichen Sitzgelegenheiten eine aussichtsreiche Rast am See auf einen der Bänke an, von denen auch wir gerne Gebrauch machen. Highlights sind die Landschaftsbalkone, die über das Ufer hinausragen. Von diesem angenehmen touristisch geprägten Teil der Wanderung müssen wir uns aber schließlich trennen und verlassen das Seeufer hinter dem Minigolfplatz, um in die Bergwelt der idyllischen Eifellandschaft einzusteigen. Damit verlassen wir auch hier den markierten Höhenweg „44“

"Rurberg"

Der schöne Pfad endet nach ca 200m an der Straße „Am Kanal“. Dort gehen wir zunächst links bis zur nächsten Straße und dort rechts weiter. An dem Straßen Linksknick wandern wir geradeaus auf einem herrlichen leicht ansteigenden Grasweg mit Blick zum namensgebenden „Berg“ mit seiner Kirche. Bekannt ist Rurberg für seine historischen Fachwerkhäuser von denen eins in voller Schönheit am Weg liegt.

Blick zum Rursee und Kermeter

entlang Buchenhecken ins Weidenbachtal

„An den Brüchen“ geht es auf der Straße steiler bergan bis zur Straße „Wieskuhl“. Diese führt uns rechts bis zum Feuerwehrhaus, wo wir links einbiegen und jetzt wieder dem markierten Höhenweg „44“ folgen. Es ist der „Weidenbacher Weg“, den wir an der Rechtskurve verlassen und auf dem Naturweg mit seiner wunderschönen Buchenhecke zur L128 wandern. Dieser folgen wir bergab und biegen nach Querung des Weidenbachs in den links abbiegenden Waldweg ein. Hier im Weidenbachtal gelangen wir zu einer kleinen Kapelle in der Nähe der Weidenbacher Mühle. Diese 1807 erbaute Mühle wurde früher von einem Wasserrad angetrieben und zermalte hauptsächlich Roggen und Hafer. Der letzte Müller arbeitete dort bis in die 1950er Jahre. Das idyllisch gelegene Gebäude war 1960 vom Verfall bedroht und ging nach aufwendiger Restaurierung in Privatbesitz über.

erster Blick ins Tal

Rursee inmitten einer herrlichen Eifellandschaft

Hier am Kapellchen beginnt nun auf dem nächsten Kilometer ein steiler Anstieg von 140Höhenmeter. Die Anstrengung wird mit einer Rast am Parkplatz „De Kier“ (Die Kurve) und einem phantastischen Panoramablick auf den Rursee belohnt. Die Wanderung führt uns „op er jongeheck“ aussichtsreich weiter. Der Name bezeichnet eine historische Flurbezeichnung und verweist darauf hin, dass sich an dieser Stelle früher eine „junge Hecke“ befand. Aber weit und breit ist kein Strauch und Baum auszumachen. Sie sind wahrscheinlich der Flurbereinigung in den 1960er und 1970er Jahren zum Opfer gefallen. Erst einen halben Kilometer weiter ist ein kleines verwaistes Buschwerk zu sehen. Dort lädt auch wiederum eine Bank zum Schauen ein. Aber auch unterwegs ist die Aussicht weiter phantastisch.

Blick zur "NS Ordensburg"

natürliche Parkanlage

Bei guter Sicht ist sogar das Siebengebirge am Horizont zu erkennen. Die „NS Ordensburg“ mit seinem Turm hebt sich besonders aus der Eifellandschaft hervor.
Auf einem weiteren historischen Flurweg (op er Diejelsheck) erreichen wir den Ortsrand von Steckenborn. Dort wandern wir über eine hügelige Höhenlandschaft durch Wiesen und Felder auf dem „Lieschewäsch) „Leichenweg“ mit traumhaften Aussichten zur „Dreiborner Höhe“. Auf diesem Weg wurden zur Zeit der Pest um 1740 die verstorbenen zur Verbrennung nach Konzen gebracht.
Auf einer Höhe von über 500m führt uns der Weg einige Kilometer mit herrlichen Aussichten über die Eifellandschaft und zeigt, dass dieser Wanderweg zu Recht seinen Namen „Höhenweg“ erhalten hat, dabei wirkt die Landschaft wie eine von der Natur geschaffene Parkanlage.

Blick zur Dreiborner Höhe

"Alleen-Weg"

Wir erreichen den Rand der Ortslage von Kesternich und damit den höchsten Punkt (540m) unserer Wanderung. Weiter geht es über eine weite Wiesenlandschaft mit herrlichen Buchenhecken und vereinzelten Buschparzellen. Vor der L166 führt uns die Wanderung links vorbei am „Petershof“, bei dem es sich um einen der drei charakteristischen Aussiedlerhöfe handelt. Die anderen beiden liegen von hier südlich der L146. Sie wurden im Zuge der Flurbereinigung umgesiedelt. Die nachfolgende Baumallee bringt uns rechts wieder zur L166 und zurück zu unserem Startpunkt.
Auf dieser ca. 14 Kilometer langen Tour haben wir die Höhenzüge einer faszinierenden aussichtsreichen Naturlandschaft der Eifel zwischen Rurberg, Steckenborn und Kesternich erlebt.

Information: Wanderkarte Nr. 2 „Rureifel“, Nr. 50 „Nationalpark-Karte“des Eifelvereins; sonniger Panoramaweg mit schöne Aussichten zum Rursee und Dreiborner Höhe. Kostenloser Parkplatz am Friedhof

Streckenlänge: 14km,  Leichte Wegeänderung zum "Rursee-Höhen-Weg 44"

Schwierigkeit: gering, wellenförmiges Streckenprofil, Abstiege 340m und Aufstiege 340m; meist unbefestigte Wege und Pfade nur im Ortsbereich befestigte Wege

Einkehrmöglichkeit: in Rurberg

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